Die Erfindung des Abschieds
Autor: Friedrich Ani
Verlag: Knaur
ISBN: 3426619024
Kategorie: Krimis & Thriller
Inhalt: Der neunjährige Raphael ist von zu Hause weggelaufen. Nicht zum ersten Mal, wie seine Mutter zugibt. Nach dem Auszug des Vaters wurde für Raphael sein Großvater zu einer wichtigen Bezugsperson, doch nun ist er gestorben und Raphael scheint damit nicht zurecht zu kommen.
Die Kommissare Sonja Feyerabend und Martin Heuer von der Vermisstenstelle der Münchner Polizei machen sich auf die Suche nach dem Kind, die sich alles andere als einfach gestaltet. Raphael ist wie vom Erdboden verschwunden, es gibt kaum Hinweise aus der Bevölkerung. Es ist für sie ein Wettlauf gegen die Zeit, denn je länger Raphael verschwuden bleibt, desto größer ist die Gefahr, dass ihm etwas zustößt.
Doch nicht nur der schwierige Fall macht den beiden Polizisten zu schaffen. Ihr Kollege und Freund Tabor Süden, von der Presse oft der "Seher" genannt, hat sich seit neun Monaten in einem Häuschen im Wald verkrochen und sich beurlauben lassen. Seit einem folgenschweren Fehlschlag in einem spektakulären Fall scheint er den Boden unter den Füßen verloren zu haben. Beide vermissen ihn und fürchten, er könne vielleicht nie wieder in den Polizeidienst zurück kehren.
Meine Meinung:
 
Mir wurde schon im Vorfeld gesagt, dass man das Buch vielleicht nicht unbedingt als Krimi lesen sollte, da der eigentliche Kriminalfall hinter den psychologischen Aspekten zurück steht. Und so ging ich eigentlich ohne jede Erwartungshaltung in die Lektüre dieses Buches. Wohl auch gerade deshalb hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.
Es stimmt, ein ganz normaler Krimi ist dies wirklich nicht. Denn es geht nicht um einen Kriminalfall, sondern um Menschen. Teilweise sehr kaputte Menschen, die mit sich und ihrer Umwelt hadern und nichts mehr mit ihrem Leben anzufangen wissen. Obwohl, oder gerade weil alle handelnden Personden eine ganze Menge Macken und Fehler haben, haben mich ihre Nöte und Ängste gefesselt und berührt.
Natalie Mareth, 2002-10-18
Erklärung zur Bewertung:
Lieblingsbücher
sehr gut
gut
durchschnittlich
nicht mein Fall
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Der Autor:
Friedrich Ani wurde 1959 geboren. Er arbeitete schon als Polizeireporter, Kulturreporter und Drehbuchautor, unter anderem für den Tatort. Für seine Bücher erhielt er schon mehrere Preise. Er lebt heute als Schriftsteller in München. weitere Titel von Friedrich Ani auf der Bücherwurmseite:
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