Der Rache kaltes Schwert
Autor: Deborah Crombie
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442453089
Originaltitel: And Justice There is None
Aus dem Amerikanischen von Andreas Jäger Kategorie: Krimis & Thriller
Inhalt: Gemma James, die nicht mehr bei Scotland Yard arbeitet, sondern inzwischen Inspector beim Polizeirevier in Notting Hill ist, wird zu einem Tatort gerufen. Eine junge Frau wurde ermordet und grausam zugerichtet. Es handelt sich um Dawn Arrowood, die Ehefrau des einflussreichen Antiquitätenhändlers Karl Arrowood.
Superintendent Duncan Kincaid, der Gemma zum Tatort begleitet, fühlt sich sofort an Details aus einem ungelösten Fall erinnert, den er vor kurzem bearbeitete. So kommt es, dass die beiden wieder einmal gemeinsam arbeiten. Zunächst scheint der Ehemann als Tatverdächtiger in Frage zu kommen, allerdings ergeben sich noch weitere Spuren. Und vor allem scheint es zunächst außer dem Tathergang keine Verbindungen zwischen den beiden Fällen zu geben.
Auch privat tut sich bei Gemma und Duncan einiges. Gemma ist schwanger und Duncan schlägt vor, zusammen zu ziehen, um endlich zusammen mit ihren Söhnen aus erster Ehe, Toby und Kit, eine richtige Familie zu sein. Doch Gemma ist sich nicht sicher, ob sie das wirklich schon will.
Meine Meinung:

Ich habe mich schon sehr auf den neuen Fall von Kincaid und James gefreut, konnte es fast nicht erwarten, endlich mit dem Buch zu beginnen. Nachdem der letzte Band der Reihe, "Von fremder Hand", nicht so sehr überzeugend war, hoffte ich diesmal wieder auf eine Steigerung, erste Kritiken schienen diese Hoffnung zu bestätigen. Doch zunächst wurde ich enttäuscht. Die Dialoge erschienen mir hölzern und gestelzt, die Begeisterung, die mich zum Beispiel "Das verlorene Gedicht" nicht aus der Hand legen ließ, blieb aus.
Doch mit der Zeit steigerte sich das Buch, es kam mehr Spannung auf und ich konnte mich auch wieder mit den Dialogen anfreunden. Auch wenn das Ende extrem dramatisch war, war es für mich doch eine logische Konsequenz aus der Handlung.
Insgesamt hat der Krimi für mich aber nicht das gehalten, was ich mir davon versprochen hatte. Ein schwaches Buch verzeiht man seinem Lieblingsautor schon einmal, bei zweien wird es dann langsam kritisch. Ich denke, ich werde auch dem nächsten Band dieser Reihe noch einmal eine Chance geben, aber es wird vielleicht die letzte sein.
Natalie Mareth, 2003-02-03
>>>mehr Infos: Kincaid/James-Reihe
Erklärung zur Bewertung:
Lieblingsbücher
sehr gut
gut
durchschnittlich
nicht mein Fall
|
|