Baudolino
Autor: Umberto Eco
Verlag: dtv
ISBN: 3423131381
Originaltitel: Baudolino
Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber Kategorie: historische Romane
Inhalt: In Konstantinopel herrscht Chaos. Kreuzritter plündern die Stadt und fallen sogar in die Hagia Sophia ein. In diesen Wirren rettet Baudolino den Kyrios Niketas und bringt ihn in Sicherheit. Aber nicht ohne Hintergedanken, denn er weiß, dass Niketas Geschichtsschreieber ist und möchte, dass seine Geschichte aufgeschrieben wird.
Also beginnt er zu erzählen. Niketas traut seinen Ohren kaum. Denn obwohl Baudolino zugibt es nicht immer mit der Wahrheit ganz genau zu nehmen, klingt seine Geschichte überzeugend. Und so berichtet er, wie er in Italien aufwuchs und eines Tages zufällig dem König Friedrich I., genannt Barbarossa, begegnet und vom ihm als Ziehsohn adoptiert wird. So wächst er heran und nimmt Anteil an Geschehen von Weltbedeutung. Seine Ideen, die meist ziemlich gewitzt sind, finden breiten Anklang und auch Friedrich beginnt, ihn um Rat zu fragen. So kommt es, dass Baudolino Einfluss auf die Geschichtsschreibung nimmt.
Meine Meinung:

Was als interessante und fantasievolle Erzählung über historische Ereignisse begann, wurde für mich irgendwann zur langatmigen Märchenstunde mit religiösen Grundsatzdiskussionen. Anfangs konnte ich noch schmunzeln, wenn Baudolino wieder eine seiner Ideen in die Tat umsetzte, so hatte er beispielsweise großen Anteil an der heutigen Vorstellung der heiligen drei Könige, doch mit der Zeit wurden seine Erzählungen immer fantastischer. Mir wurde das irgendwann zu viel, und ich wartete nur noch auf die Auflösung am Ende.
Sprachlich ist dieses Buch erstklassig, Umberto Eco gehört sicherlich zu Recht zu den anerkanntesten Autoren der Gegenwart, aber dies konnte nicht die Langeweile aufwiegen, die ich beim Lesen verspürte.
Natalie Mareth, 2004-02-12
Erklärung zur Bewertung:
Lieblingsbücher
sehr gut
gut
durchschnittlich
nicht mein Fall
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