Götterdämmerung
Autor: Tanja Kinkel
Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt
ISBN: 3627001095
Kategorie: Krimis & Thriller
Inhalt: Neil LaHaye war einst ein gefeierter Journalist und Pulitzer-Preisträger. Doch mit seinen zuletzt sehr kritischen Veröffentlichungen hat er sich unbeliebt gemacht und wird nur noch wenig geschätzt. Er beschließt, dass sein neustes Projekt sich mit dem Thema Aids beschäftigen soll. Bei den ersten Fällen in den achtziger Jahren stößt er immer wieder auf einen behandelnden Arzt namens Sanchez, der vielversprechende Forschungen betrieb aber schließlich erfolglos blieb und scheinbar sang und klanglos in der Versenkung verschwand.
Neil möchte diesen Arzt ausfindig machen, da er vermutet, dass nicht alles mit rechten Dingen zuging. Doch mit seinen Recherchen sticht er, ohne es zu ahnen, in ein Wespennest, denn bei den damaligen Forschungen ging es um mehr, als Neil sich vorstellen könnte. Es gelingt ihm, mit Sanchez Tochter Beatrice in Kontakt zu treten. Sie lebt abgeschottet von der Welt in einem Forschungslabor in Alaska, da sie unter einer Lichtallergie leidet und an geheimen Forschungen arbeitet. Die beiden kommen sich näher, was ihr Vater überhaupt nicht schätzt. Denn auch Beatrice kennt nicht die ganze Wahrheit.
Meine Meinung:
Der Thriller beginnt vielversprechend: ein etwas heruntergekommener, ehemals erfolgreicher Journalist nimmt ein neues Projekt in Angriff, fest entschlossen, skandalöse Ereignisse ans Licht zu bringen. Was mit harmlosen Recherchen über Aids beginnt, entwickelt sich zu einem Krimi um Genforschung und –manipulation.
Es gelang Kinkel jedoch nicht, mich wirklich zu fesseln. Zum einen verarbeitete sie viele Klischees und Vorurteile, die seit dem elften September zwischen Amerikanern und Deutschen existieren, so dass die Erzählung fast plakativ wirkte. Zum anderen wird die Geschichte zunehmend unwahrscheinlicher und abstruser. Kleine Fehler in der Logik kann ich ja noch verzeihen, aber das dramatische Ende war in meinen Augen nur noch haarsträubend und fast lächerlich.
Schade, denn Kinkel hat mit ihren historischen Romanen bereits bewiesen, dass sie packende Bücher zu schreiben in der Lage ist. Hier hat sie es aber etwas zu weit getrieben, denn in diesem Fall wäre weniger sicher mehr gewesen.
Natalie Mareth, 2004-03-10
Erklärung zur Bewertung:
Lieblingsbücher
sehr gut
gut
durchschnittlich
nicht mein Fall
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Die Autorin:
Tanja Kinkel wurde 1969 in Bamberg geboren. Ihr Studium schloß sie mit Auszeichnung ab, im Rahmen ihrer Promotionsarbeit beschäftigte sie sich mit Lion Feuchtwanger. Mit ihren historischen Romanen machte sich die junge Autorin bereits früh einen Namen. [mehr] weitere Titel von Tanja Kinkel auf der Bücherwurmseite:
Der König der Narren Mondlaub Unter dem Zwillingsstern
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