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Tea-Bag

Autor: Henning Mankell
Verlag: Zsolnay
ISBN: 3552052208
Originaltitel: Tea-Bag
Aus dem Schwedischen von Verena Reichel
Kategorie: Romane & Erzählungen

 

Inhalt:
Der Poet Jesper Humlin steckt in einer ziemlichen Krise. Er hat bisher jährlich einen Gedichtband veröffentlicht und gilt als einer der führenden Lyriker seiner Generation im Land, aber Lyrik lässt sich nun einmal schwer auf dem Markt verkaufen. Deshalb beschliesst sein Verleger, dass er nun einen Kriminalroman schreiben soll, der sich in wesentlich höherer Auflage an den Mann bringen ließe. Jesper hält von dieser Idee überaupt nichts, der Verleger lässt sich aber nicht davon abbringen und gibt schon erste Pressemeldungen heraus. Außerdem will Jespers Freundin unbedingt ein Kind von ihm und seine starrköpfige Mutter hat eine verrückte Idee nach der anderen.

Da lernt er bei einer Lesung ein afrikanisches Mädchen kennen, das sich Tea-Bag nennt. Zusammen mit ein paar Freundinnen, alle ebenfalls Einwanderer, möchte sie lernen, wie man Schriftsteller wird, damit sie ihre Geschichte erzählen kann. Und Jesper entwickelt die Idee, ein Buch über diese Mädchen zu schreiben, über das, was sie erlebt haben. Und so hört er ihnen zu, wenn sie ihm von ihren Erfahrungen erzählen, und obwohl er merkt, dass kaum eine sich an die Wahrheit hält, ahnt er doch, dass sie schon eine ganze Menge erlebt haben. Und so lässt er sich auf dieses Projekt ein, natürlich sehr zum Ärger seines Verlegers.

 

Meine Meinung: WurmWurmWurm
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Mankell aus diesem Buch vielleicht lieber zwei Geschichten hätte machen sollen, eine über die Krisen eines Autors und eine über das Schicksal von Einwanderern. Eigentlich ist die Idee, das tragische Leben der Mädchen mit der absurd-komischen Satire auf die Literaturwelt zu verbinden, ja sehr interessant. Nur leider gelingt Mankell der Spagat zwischen den beiden Bereichen nur selten, meist wirkt die Verbindung gezwungen und holprig.

Die Beschreibung des Lebens von Jesper war stellenweise sehr amüsant, besonders seine verrückte Mutter und sein Börsenmakler brachten mich immer wieder zum Lachen. Aber der Rest des Buches war doch teilweise ziemlich langatmig.

Natalie Mareth, 2003-03-01

Erklärung zur Bewertung:
Wurm Wurm Wurm Wurm Wurm Lieblingsbücher
Wurm Wurm Wurm Wurm sehr gut
Wurm Wurm Wurm gut
Wurm Wurm durchschnittlich
Wurm nicht mein Fall

 
Der Autor
Henning Mankell wurde 1948 in Schweden geboren. Seine Wallander-Krimis machten ihn international bekannt. Für "Die fünfte Frau" erhielt er 1998 den Deutschen Krimipreis. Heute lebt er in Maputo/Mosambik.

weitere Titel von Henning Mankell auf der Bücherwurmseite:
Der Chronist der Winde
Der Mann, der lächelte
Die fünfte Frau
Die Pyramide (Hörbuch)
Die Rückkehr des Tanzlehrers
Die weiße Löwin
Hunde von Riga
Mittsommermord
Mörder ohne Gesicht

 

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