Das Lied der Sirenen
Autor: Val McDermid
Verlag: Knaur
ISBN: 342662429X
Originaltitel: The Mermaids Singing
Aus dem Englischen von Manes H. Grünwald Kategorie: Krimis & Thriller
Inhalt: Die nordenglische Stadt Bradford wird von einer grausamen Mordserie erschüttert. Bereits vier Männer wurden entführt, grausam misshandelt, ermordet und anschließend nackt im Schwulenviertel abgelegt. Die Polizei zögert lange, bis sie eingesteht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun hat, schließlich bleibt aber keine andere Wahl mehr. Ratlos beschließt Assistant Chief Constable John Brandon, die Hilfe des Psychologen Tony Hill hinzuzuziehen, um ein Täterprofil zu erstellen, wohl wissend, dass solche Methoden bei vielen seiner Kollegen noch keinen Anklang finden. Als Verbindungsglied zwischen Polizei und Psychologie stellt er die ehrgeizige Inspektorin Carol Jordan ab.
Jordan ist fasziniert von den Methoden Hills, gemeinsam machen sich die beiden auf die Täterjagd. Hill erkennt schnell, dass der Täter ein überaus intelligenter Mensch ist, der sehr sorgfältig vorgeht und keinerlei Spuren hinterlässt. Dennoch gelingt es ihm, einige Dinge über sein Handeln und Denken heraus zu finden. Trotzdem bleibt das alles Theorie, so lange keine realen Hinweise auf die Identität des Killers gefunden werden. Und die Zeit arbeitet gegen die Ermittler, denn schon bald könnte das nächste Opfer an der Reihe sein. Und es steht zu befürchten, dass es einer aus ihren Reihen ist.
Meine Meinung:
Ich lese die Krimis von Val McDermid wirklich gerne, vor allem die Serie um Kate Brannigan und die um Lindsay Gordon. Dieser Thriller war für meinen Geschmack aber zu extrem. Die fast schon detailverliebten Schilderungen der Folterungen waren abstoßend und ekelerregend und in meinen Augen überflüssig.
Zwischen den Kapiteln waren jeweils Passagen aus der Sicht des Mörders eingeschoben, die genaue Beschreibungen von Folterinstrumenten und Quälereien enthielten. Diese fand ich so abschreckend, dass ich sie schließlich überblätterte und nur noch die eigentlichen Kapitel las. Diese waren durchaus spannend und gut konstruiert, mit überraschenden Wendungen und in meinen Augen glaubhaften Charakteren. Nur diesen Umständen wegen habe ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen, und wurde immerhin durch ein schlüssiges Ende belohnt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist noch die teilweise holprige Übersetzung mit zahlreichen Druckfehlern (Ausgabe Knaur 1997), die die Lesbarkeit stark beeinträchtigten. Da bleibt jedoch zu hoffen, dass diese Mängel in neueren Auflagen behoben sind.
Natalie Mareth, 2004-03-10
Erklärung zur Bewertung:
Lieblingsbücher
sehr gut
gut
durchschnittlich
nicht mein Fall
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Die Autorin:
Val McDermid wurde 1955 an der Ostküste Schottlands geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Journalistin, träumte aber schon immer davon, Schrifstellerin zu werden. Heute lebt sie in Süd-Manchester, der Stadt, in dem auch einige ihrer Krimis spielen. weitere Titel von Val McDermid auf der Bücherwurmseite:
Clean Break Das Manuskript Der Fall Die Erfinder des Todes Ein Ort für die Ewigkeit
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