Frag nicht nach ihr
Autor: Carlene Thompson
Verlag: Krüger
ISBN: 3810520268
Originaltitel: If she should die
Aus dem Amerikanischen von Irmengard Gabler Kategorie: Krimis & Thriller
Inhalt: Vor drei Jahren verschwand Dara Prince spurlos. Ihrem Vater Ames hinterließ sie lediglich ein paar Zeilen, in denen sie sich verabschiedete und schrieb, dass er sich keine Sorgen machen solle. In den darauf folgenden Jahren trafen immer wieder kurze Postkarten von ihr aus den verschiedensten Orten ein, und ihr Vater klammert sich an die Hoffnung, dass es ihr gut geht.
Daras Halbschwester Christine hatte jedoch immer schon Zweifel an der Echtheit dieser Nachrichten. Die Umstände des Verschwindens schienen überhaupt nicht zu der verwöhnten, unselbständigen Dara zu passen. Als nun bei Hochwasser eine Frauenleiche im Fluss angeschwemmt wird, vermutet Christine bald, dass es sich bei der Toten um Dara handelt. Sie macht sich Sorgen um ihren Bruder Jeremy, der geistig behindert ist und aufgrund von Vorurteilen schon bei Daras Verschwinden beschuldigt wurde, ihr etwas angetan zu haben.
Als Christine und Jeremy zufällig Daras Tagebuch finden, entdeckt Christine, dass Dara vor ihrem Verschwinden Angst vor jemanden hatte. Sie übergibt das Tagebuch an die Polizei, und von da an hat es scheinbar auch jemand auf sie abgesehen.
Meine Meinung:

„Frag nicht nach ihr“ gehört in meinen Augen nicht gerade zu den Glanzleistungen von Carlene Thompson. Die Dialoge sind teilweise sehr flach, der Stil ist extrem einfach und nicht sonderlich anspruchsvoll. Die Handlung wird anfangs sehr geschickt mit Spannungselementen gespickt, immer wieder werden Spuren ausgelegt, die meisten verlaufen jedoch ins Leere und werden nie wieder erwähnt. Auch bei der Gesamtauflösung hätte man auf einige Details weiter eingehen können, was die Autorin jedoch unterließ.
Trotz aller Kritik kann ich jedoch nicht leugnen, dass die Lektüre spannend genug war, um den Leser bei der Stange zu halten. Die Auflösung war nach der mühsam aufgebauten Geschichte dann für mich etwas unbefriedigend.
Natalie Mareth, 2003-11-01
Erklärung zur Bewertung:
Lieblingsbücher
sehr gut
gut
durchschnittlich
nicht mein Fall
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