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06/29/2003 Archived Entry: "Harry Potter and the Order of the Phoenix (4)"

Harry Potter and the Order of the Phoenix (4)
Inziwschen habe ich das Buch beendet. Das Lesen hat wirklich Spaß gemacht, ich konnte mich immer nur schwer trennen, wenn ich was anderes zu tun hatte, und auch das Englische hat mir zum Glück kaum Probleme gemacht. Es ging sogar so weit, dass ich mich so darin verloren habe, dass ich nach dem Lesen teilweise in Englisch gedacht habe. Ich sollte wirklich mehr Bücher im Original lesen!
Noch ein paar Worte zum Buch: In vielen Kritiken wird es sehr gelobt, das Warten habe sich gelohnt, und J.K. Rowling habe sich im Vergleich zum schwächeren Band 4 wieder deutlich gesteigert. So ganz kann ich in die Lobeshymnen aber nicht einfallen. Ich kann keineswegs behaupten, ich sei enttäuscht worden, sonst hätte ich das Buch wohl kaum dermaßen verschlungen. Aber ich fand es (vor allem als Kinderbuch betrachtet) zu düster, dass Harry in wirklich allem Pech hat, was er anfasst, erschien mir einfach übertrieben.
Band 5 hat sich auch inhaltlich im Vergleich zu den vorigen Bänden sehr verändert. Mit der Rückker Voldemorts hat sich sozusagen das ganze Lebensgefühl verschoben. Quidditch und der Gewinn des Hauspokals spielen keine sonderlich wichtige Rolle mehr, statt dessen wird fast philosophiert, über gut und böse. Harry muss sich auch kritisch mit der Person seines Vaters auseinander setzten, denn er findet heraus, dass er nicht immer das große Vorbild war.
Bei allen Veränderungen denke ich, dass das Buch trotzdem bei den meisten großen und kleinen Potter-Fans gut ankommen wird. Denn eines kann man J.K. Rowling nun wirklich nicht absprechen: viel Phantasie und Einfallsreichtum bei der Entwicklung ihrer Geschichten!

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