Februar 2004
12.02.2004
Leseschnipsel: Donna Tartt - Die geheime Geschichte
Klappentext:
Fünf Studenten der Altphilologie eines amerikanischen Nobel-Colleges bilden eine verschworene Gemeinschaft: Sie pauken zusammen, veranstalten Zechgelage, genießen die Wochenenden und begehen einen Mord.
Ich bin jetzt auf Seite 60. Das Buch wurde mir bisher nur in den höchsten Tönen angelobt, aber bislang kann ich die Begeisterung noch nicht teilen, denn passiert ist irgendwie noch nichts.
14.02.2004
Leseschnipsel: Donna Tartt - Die geheime Geschichte
Also, ganz ehrlich, auch wenn ich jetzt gleich in Deckung gehen muss: Ich kann die Begeisterung für dieses Buch überhaupt nicht nachvollziehen. Sicher hat es einige spannende Passagen, aber sonst finde ich es eher nervig. Die Protagoninsten sind die fast ganze Zeit besoffen oder bekifft, und das wird bis ins kleinste Detail geschildert.
Des weiteren würde ich das Buch nicht gerade als Kriminalroman bezeichnen, eher als Millieustudie. Dass der Mord geschieht, weiss man gleich zu Anfang, nach der Hälfte des Buches ist auch klar warum, und der Rest handelt anscheinend in erster Linie davon, wie die Täter damit fertig werden.
16.02.2004
Leseschnipsel: Donna Tartt - Die geheime Geschichte
Bin durch! Und konnte mich nicht mehr wirklich mit dem Buch anfreunden, es war wohl einfach nicht ganz mein Fall, obwohl es zwischendurch durchaus sehr spannend war. Der Buchtipp ist auch schon online.
Also auf ins nächste Lesevergnügen!
Leseschnipsel: Margriet de Moor - Kreutzersonate
Klappentext:
Als der blinde Musikkritiker van Vlooten eines Tages eine junge Geigerin trifft, ist er sofort von ihr fasziniert. Auch sie verliebt sich, sie heiraten. Aber van Vlooten wird von Eifersucht zerfressen. Als er glaubt, sie habe ein Verhältnis, fasst er einen mörderischen Plan. Ein Roman über Musik und Liebe, voll innerer Spannung und Leidenschaft.
Habe gerade erst angefangen und kann bisher noch nichts dazu sagen.
18.02.2004
Nachrichten: Autoren bewerten sich selbst
Wie Der Standard berichtet, ist durch eine Panne bei Amazon heraus gekommen, dass sich Autoren dort selbst in den Himmel gelobt haben.
Peinlich! Aber viel schlimmer finde ich, dass andere Autoren teilweise wohl auch unbegründer "verrissen" wurden, weil man die Konkurrenz schädigen wollte.
Leseschnipsel: Margriet de Moor - Kreutzersonate
Das Buch betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Der Charakter des blinden Musikkritikers ist sehr faszinierend, auch die Entwicklung seiner Beziehung zu der Geigerin zieht mich in den Bann. Allerdings finde ich den Erzählstil sehr ungewöhnlich, der Ich-Erzähler springt häufig in der Zeit und verwirrt mich deshalb manchmal.
Nun habe ich noch ein bisschen Recherche betrieben, denn de Moor bezieht sich auf Tolstois Novelle "Die Kreutzersonate", auf die ich nun sehr neugierig bin, und natürlich auch auf Beethovens musikalisches Werk. Leider habe ich im Netz nicht viel gefunden, aber immerhin doch zwei interessante Seiten:
Rezension zu Tolstois Kreutzersonate in der Leselust
Beethoven und Tolstoi
19.02.2004
Leseschnipsel: Margriet de Moor - Kreutzersonate
Ich hoffe, jetzt habe ich den besseren Durchblick. Denn de Moor bezieht sich immer wieder auf die Kreutzersonate von Leos Janacek. Gestern fand ich aber zunächst nur Informationen zu Beethovens Werk. Wenn ich jetzt richtig durchsteige, war das so: Beethoven komponierte die Kreutzersonate, Tolstoi ließ sich von dieser Musik zu seiner Novelle inspierieren. Diese Novelle wiederum veranlasste Janacek das Steichquartett Nr.1 zu komponieren, dass ebenfalls Kreutzersonate genannt wird. Und dieses Stück wird vom Quartett in de Moors Buch gespielt und ist der Ausgangspunkt für die Beziehung zwischen dem Musikkritiker und der Geigerin Suzanna.
Ein Zeitungsartikel, der auch Informationen zu Janacek enthält
Leseschnipsel: Elizabeth Corley - Requiem für eine Sängerin
Magen-Darm-Probleme brachten mich letzte Nach etwas um meinen Schlaf, und so kommt es, dass ich bereits ein weiteres Buch beendet habe.
"Requiem für eine Sängerin" ist in meinen Augen ein gut gelunger Thriller, der vor allem auf der psychologischen Ebene fesselt. Denn schon relativ bald ist klar, wer der Täter ist udn bis auf kleine Puzzlestücke ist auch der Hintergrund offensichtlich. Deshalb ist es um so erstaunlicher, dass Corley es gelingt, die Spannung (mit kleinen Ausnahmen) bis kurz vor dem Ende zu halten. Erst auf den letzten 100 Seiten wird es etwas langatmig.
Leseschnipsel: Haruki Murakami - Wilde Schafsjagd (1)
Klappentext:
Personen und Zutaten: der dreißigjährige namenlose Held, Mitinhaber einer Übersetzungs- und Werbeagentur in Tokyo, geschieden, intelligent und müde, mit einer Vorliebe für Junk-Food, Zigaretten, Bier und Rockmusik. Sein Partner: ein Trinker. Seine Freundin: ein etwas gewöhnliches Mädchen mit übersinnlich schönen Ohren...
Dieses ist eines der Bücher, auf das ich mich schon lange freue, die Lektüre aber immer wieder verschoben habe, weil mir nicht der richtige Moment dafür schien. Jetzt will ich aber nicht mehr länger warten!
20.02.2004
Linktipp des Tages: Deutscher Krimipreis
Auf der Krimi-Couch findest sich ein interessanter, kritischer Artikel zum deutschen Krimipreis. So habe ich das noch nie betrachtet...
25.02.2004
Leseschnipsel: Haruki Murakami - Wilde Schafsjagd (2)
Bisherige Eindrücke in Kurzform: liest sich gut, amcht Spaß, ist aber auch ungewöhnlich. Die meisten Protagonisten haben keinen Namen, sind nur "ich", "meine Freundin", etc. auch Ort werden nur selten erwähnt. Die Handlung ist wie erwartet etwas konfus, worum es geht, habe ich noch nicht wirklich verstanden.