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Lesung mit Nikola Hahn
Und dann geht das eigentliche Programm los. Nach der Begrüßung wird Nikola Hahn kurz vorgestellt, dann sagt sie selbst einige Worte zu ihrer Person. Sie ist von Beruf Kriminalhauptkommissarin, "Die Farbe von Kristall" ist ihr viertes veröffentlichtes Buch. Da es sich beim Grundgerüst dieses Buches um einen tatsächlich passierten Mordfall handelt, zeigt sie zunächst eine Aufnahme des Hauses auf der Frankfurter Zeil, in dem der Mord geschah. Nach einigen Textauszügen verliert sie dann ein paar Worte zur Recherche. Dabei waren ihr Bibliotheken, die alte Akte zum Fall und Originalzeitungen aus der entsprechenden Zeit besonders hilfreich. Insbesondere die Zeitungen seien eine gute Informationsquelle gewesen, sagt sie, da dort genaue Tatortbeschreibungen, Wortlaute von Verhandlungen und Namen und Anschriften der beteiligten Personen zu finden waren. Dann kommt eine etwas befremdliche Ankündung: "Am Ende dieser Lesung werde ich etwas tun, was ein Krimiautor nie tun soll. Ich werde Ihnen den Mörder präsentieren." Dies wird von Publikum überrascht aufgenommen, ein Besucher meint, dann gehe er lieber früher. Auch ich bin gespannt, was passieren wird, da ich mir kaum vorstellen kann, dass Frau Hahn ihren Lesern die Spannung nehmen will.
Im anschließenden Gespräch, das sehr locker und ungezwungen verläuft, erfahren die Zuhörer noch einiges Über Nikola Hahns Leben als Polizistin und Schriftstellerin. Sie erzählt, dass zu ihren Hobbys Lesen, Malen, Zeichnen und Briefreundschaften vermitteln gehöre. Deshalb brauche sie auch relativ lange (ca. zwei bis drei Jahre), um ein Buch fertig zu stellen, da sie nur in ihrer knapp bemessenen Freizeit schreibe. Ihr nächster Roman, der wieder in Frankfurt, diesmal in den 20er Jahren spielen soll, sei schon in Arbeit, verrät sie noch. Mir hat die Lesung ausgesprochen gut gefallen. Zum einen ist es sehr angenehm, Frau Hahn beim Lesen zuzuhören, zum anderen waren besonders die zusätzlichen Informationen sehr interessant. Besonders die Anmerkungen zur Recherche und zu ihrer Polizeiarbeit waren sehr aufschlussreich.
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