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Lesung mit Florian Illies
Ich muss gestehen, im Vorfeld war ich äußerst skeptisch. Das Buch "Generation Golf zwei" hatte ich begeistert verschlungen, meine Meinung über den Autor war allerdings gespalten. Ich hatte nur einmal einen kurzen Fernsehauftritt von ihm gesehen, und da wirkte er doch reichlich arrogant. Also war ich sehr neugierig darauf, wie er sich dem Publikum präsentieren würde. Die Veranstaltung fand im Volksbankhaus statt. Gleich nach dem Eingang wartete eine erste Überraschung: fünf Generationen von Golfs standen dort aufgereiht. Es war das erste Mal, wie Herr Illies später erzählte, dass Volkswagen sich mit einer Aktion an einer solchen Lesung beteiligte. Der Raum, in dem die Lesung statt finden sollte, war reichlich bestuhlt, mir schien das zunächst sehr optimistisch, aber es wurde tatsächlich ziemlich voll. Illies begann mit ein paar kurzen Anekdoten zu seiner bisherigen Lesereise, bevor er mit der eigentlichen Lesung anfing. Er erzählte, dass er bei der ersten Lesung in Neubrandenburg scheinbar nicht so gut ankam, jedenfalls notierte er sich zu den meisten vorgelesenen Stellen, dass sie scheinbar nicht so geeignet seien. Bei der nächsten Lesung in Köln jedoch wurde dann überall gelacht, so dass er dann gar nicht mehr wusste, welche Passagen nun zum Vorlesen passen und welche nicht. Bei dieser Entscheidung sollte ihm nun das Pforzheimer Publikum helfen.
Nach der letzten Passage gab es sehr ausgiebigen Applaus, was noch einmal zeigte, dass wohl nicht nur ich mein Vergnügen gehabt hatte. Zu meiner Enttäuschung folgte aber keine allgemeine Fragerunde. Schade, ich bin mir sicher, dass sich noch das eine oder andere interessante Gespräch ergeben hätte! Statt dessen signierte der Autor aber noch bereitwillig mitgebrachte Bücher. Und ich musste wohl oder übel meine Vorurteile ihm gegenüber über Bord schmeißen. Er wirkte kein bisschen arrogant, extrem frech vielleicht, aber sympathisch. Aber was soll's, ich bin ja flexibel! Er nahm sich für jeden Zeit, hielt gerne ein kleines Pläuschchen, ohne sich um die immer länger werdende Schlange am Signiertisch zu kümmern und bemühte sich, nach einem Gespräch auch etwas dazu Passendes in die Bücher zu schreiben. Abgerundet wurde der Abend noch durch den Imbiss, der vom Veranstalter gereicht wurde. Es gab Sekt und belegte Brötchen, da verzieh ich doch sogar den mit 8 Euro vergleichsweise hohen Eintritt. Leider nur konnte ich das Ganze nicht lange genießen, schließlich musste ich ja noch meinen Zug kriegen. Zurück nach Karlsruhe. weitere Informationen: |
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